Girls and Cars

Girls and Cars

ein Film von Thomas Woschitz

KGP - kranzelbinder gabriele production

Drama | 2004 | A | 30 min | Englisch, Deutsch | Farbe | 35mm | 1:2.35

“Girls and Cars - in a colored new world” 

Durch einsame Landstriche vorbei an Tankstellen und Motels geht die Fahrt, von der Kamera in ausgewaschene Farben getaucht, von einem melancholischen Soundtrack begleitet. Man fühlt sich an das Universum von David Lynchs‘ „Twin Peaks“ erinnert – auch hier bleibt das Handeln der Protagonisten mitunter verrätselt und Situationen lösen sich in kuriosen Szenerien auf, was von den Josefs stets gelassen hingenommen wird. Wie wahre Western-Helden sprechen sie nicht viel. Die Dialoge sind sparsam und präzise gesetzt, von den kongenialen Darstellern im Dialekt trocken serviert. Thomas Woschitz schickt seine Protagonisten durch eine skurriles Roadmovie – mit schrägem Humor und einem unerwarteten Ende. Es ist ein Vergnügen, die vier Josefs auf ihrer Reise zu begleiten, die so manche Tücken und Ablenkungen bereithält. 

„Tascheninhalt und Nasenbluten“ und „Blindgänger“ 

Schon in Teil eins und zwei der Trilogie träumen die fünf Josefs von Kanada. Sie sind als Holzfäller unterwegs und treten der Enge der Bergwelt wortkarg und mit Fernweh entgegen. Mit seinen melancholischen Antihelden, die jede Situation mit einer lakonischen Bemerkung zu quittieren wissen, verstehen es Thomas Woschitz meisterhaft, atmosphärisch dichte Bilder mit ironischen Untertönen zu schaffen. In bestechenden Schwarzweiß-Bildern konzentrieren sich die Filme auf Landschaftsansichten, Gesichter, Alltagsdetails und scheinen wie experimentelle Heimatfilme: Themen wie Eifersucht, ein Mord im Bergbauernmilieu oder der Kampf mit der Natur erinnern an dieses Genre ebenso wie der Soundtrack, der mit Versatzstücken von Volksmusik und melodramatischem Filmscore spielt. (Andrea Pollach)


Nach "Tascheninhalt und Nasenbluten" und "Blindgänger" folgt nun der dritte Teil der "JOSEF TRILOGIE". Die vier Holzhacker Josef, Josef, Josef und Josef verlassen den alten schwarzweißen Kontinent und schreiten einer neuen bunteren Zukunft in Kanada entgegen. Auf ihrer Suche quer durchs Land nach dem fünften Josef begegnen sie einer Hamburgerverkäuferin, einem Pin-up-Girl, einem strippenden Zwillingspärchen, einer Autohändlerin, einer Taxifahrerin. Doch erweist sich die neue bunte Welt mehr als Schein und flimmert vor ihnen ab wie Soap-Operas auf ihren Motelzimmer-fernsehgeräten.
Besetzung: Arthur Klemt, Gerhard Kubelka, Martin Honsel, Alessandro Piva, Lisa Godin, Catherine Beaudry, Gary E. Plummer, Kumar Manickam, Josie Boutillier, McKee, Linda McLean, Vanessa Perri, James Cox, Ralph J. Fournier u.a.

Regie: Thomas Woschitz
Kamera: Arthur Cooper

Produktion: Gabriele Kranzelbinder, Alexander Dumreicher-Ivanceanu “Girls and Cars - in a colored new world” 

Durch einsame Landstriche vorbei an Tankstellen und Motels geht die Fahrt, von der Kamera in ausgewaschene Farben getaucht, von einem melancholischen Soundtrack begleitet. Man fühlt sich an das Universum von David Lynchs‘ „Twin Peaks“ erinnert – auch hier bleibt das Handeln der Protagonisten mitunter verrätselt und Situationen lösen sich in kuriosen Szenerien auf, was von den Josefs stets gelassen hingenommen wird. Wie wahre Western-Helden sprechen sie nicht viel. Die Dialoge sind sparsam und präzise gesetzt, von den kongenialen Darstellern im Dialekt trocken serviert. Thomas Woschitz schickt seine Protagonisten durch eine skurriles Roadmovie – mit schrägem Humor und einem unerwarteten Ende. Es ist ein Vergnügen, die vier Josefs auf ihrer Reise zu begleiten, die so manche Tücken und Ablenkungen bereithält. 

„Tascheninhalt und Nasenbluten“ und „Blindgänger“ 

Schon in Teil eins und zwei der Trilogie träumen die fünf Josefs von Kanada. Sie sind als Holzfäller unterwegs und treten der Enge der Bergwelt wortkarg und mit Fernweh entgegen. Mit seinen melancholischen Antihelden, die jede Situation mit einer lakonischen Bemerkung zu quittieren wissen, verstehen es Thomas Woschitz meisterhaft, atmosphärisch dichte Bilder mit ironischen Untertönen zu schaffen. In bestechenden Schwarzweiß-Bildern konzentrieren sich die Filme auf Landschaftsansichten, Gesichter, Alltagsdetails und scheinen wie experimentelle Heimatfilme: Themen wie Eifersucht, ein Mord im Bergbauernmilieu oder der Kampf mit der Natur erinnern an dieses Genre ebenso wie der Soundtrack, der mit Versatzstücken von Volksmusik und melodramatischem Filmscore spielt. (Andrea Pollach)





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