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Die Josef-Trilogieein Film von Thomas WoschitzKGP - kranzelbinder gabriele production Drama | 2004 | Österreich, Italien | 65 min | Deutsch, Englisch mit englischen Untertiteln | SW und Farbe | 35mm “Girls and Cars - in a colored new world” Durch einsame Landstriche vorbei an Tankstellen und Motels geht die Fahrt, von der Kamera in ausgewaschene Farben getaucht, von einem melancholischen Soundtrack begleitet. Man fühlt sich an das Universum von David Lynchs‘ „Twin Peaks“ erinnert – auch hier bleibt das Handeln der Protagonisten mitunter verrätselt und Situationen lösen sich in kuriosen Szenerien auf, was von den Josefs stets gelassen hingenommen wird. Wie wahre Western-Helden sprechen sie nicht viel. Die Dialoge sind sparsam und präzise gesetzt, von den kongenialen Darstellern im Dialekt trocken serviert. Thomas Woschitz schickt seine Protagonisten durch eine skurriles Roadmovie – mit schrägem Humor und einem unerwarteten Ende. Es ist ein Vergnügen, die vier Josefs auf ihrer Reise zu begleiten, die so manche Tücken und Ablenkungen bereithält. „Tascheninhalt und Nasenbluten“ und „Blindgänger“ Schon in Teil eins und zwei der Trilogie träumen die fünf Josefs von Kanada. Sie sind als Holzfäller unterwegs und treten der Enge der Bergwelt wortkarg und mit Fernweh entgegen. Mit seinen melancholischen Antihelden, die jede Situation mit einer lakonischen Bemerkung zu quittieren wissen, verstehen es Thomas Woschitz meisterhaft, atmosphärisch dichte Bilder mit ironischen Untertönen zu schaffen. In bestechenden Schwarzweiß-Bildern konzentrieren sich die Filme auf Landschaftsansichten, Gesichter, Alltagsdetails und scheinen wie experimentelle Heimatfilme: Themen wie Eifersucht, ein Mord im Bergbauernmilieu oder der Kampf mit der Natur erinnern an dieses Genre ebenso wie der Soundtrack, der mit Versatzstücken von Volksmusik und melodramatischem Filmscore spielt. (Andrea Pollach)
*ANMERKUNG DES REGISSEURS
DieJosefs waren zunächst nur Randfiguren für eine Geschichte. Aber dannwandelten sie sich zu Hauptfiguren und haben sich in der Zeit soverselbständigt, dass aus einem ersten Kurzfilm eine Trilogie -Tascheninhalt und Nasenbluten, Blindgänger und Girls and Cars -geworden ist. Eigentlich habe nicht ich die Geschichten erfunden,sondern meine Charaktere sie mir vorgegebe
Die Josef-Trilogie [Tascheninhalt und Nasenbluten / Blindgänger / Girls and Cars] erzählt die Geschichte der fünf Holzhacker Josef, Josef, Josef, Josef und Josef, die in den österreichischen Bergen ihr schwarz-weißes Dasein fristen. Ihr großer Traum ist Kanada, aber leider reicht es gerade einmal für einen alten Opel Record. Eine junge Bergbäuerin, die ihrem brutalen Vater entkommen möchte, überredet die fünf Josefs zu einem Coup, der misslingt - und die Hoffnungen auf eine baldige Abreise zunichte macht. Sieben Jahre später schaffen sie es endlich, den alten Kontinent zu verlassen und einer neuen, bunteren Zukunft in Kanada entgegenzuschreiten. Aber die neue Welt erweist sich als Schein und flimmert vor den Josefs ab wie die Soap-Operas auf den Motelzimmer- Fernsehgeräten... Besetzung: Martin Honsel, Arthur Klemt, Gerhard Kubelka, Alessandro Piva, Jürgen Maurer, Philip Mann, Helmut Stockhammer, Ruthild Rieser, Hannes Pirker, Sarah Trampitsch, Sebastian Staudinger, Georg Pörtsch, Anton Malle, Lisa Godin, Catherine Beaudry, Gary E. Plummer, Kumar Manickam, Josie Boutillier, Morgan McKee, Linda McLean, Vanessa Perri, James Cox, Ralph J. Fournier Regie: Thomas Woschitz Kamera: Arnaldo Catinari, Arthur Cooper Produktion: Gabriele Kranzelbinder Weltvertrieb: COPRODUCTION OFFICE, office@coproductionoffice.eu “Girls and Cars - in a colored new world” Durch einsame Landstriche vorbei an Tankstellen und Motels geht die Fahrt, von der Kamera in ausgewaschene Farben getaucht, von einem melancholischen Soundtrack begleitet. Man fühlt sich an das Universum von David Lynchs‘ „Twin Peaks“ erinnert – auch hier bleibt das Handeln der Protagonisten mitunter verrätselt und Situationen lösen sich in kuriosen Szenerien auf, was von den Josefs stets gelassen hingenommen wird. Wie wahre Western-Helden sprechen sie nicht viel. Die Dialoge sind sparsam und präzise gesetzt, von den kongenialen Darstellern im Dialekt trocken serviert. Thomas Woschitz schickt seine Protagonisten durch eine skurriles Roadmovie – mit schrägem Humor und einem unerwarteten Ende. Es ist ein Vergnügen, die vier Josefs auf ihrer Reise zu begleiten, die so manche Tücken und Ablenkungen bereithält. „Tascheninhalt und Nasenbluten“ und „Blindgänger“ Schon in Teil eins und zwei der Trilogie träumen die fünf Josefs von Kanada. Sie sind als Holzfäller unterwegs und treten der Enge der Bergwelt wortkarg und mit Fernweh entgegen. Mit seinen melancholischen Antihelden, die jede Situation mit einer lakonischen Bemerkung zu quittieren wissen, verstehen es Thomas Woschitz meisterhaft, atmosphärisch dichte Bilder mit ironischen Untertönen zu schaffen. In bestechenden Schwarzweiß-Bildern konzentrieren sich die Filme auf Landschaftsansichten, Gesichter, Alltagsdetails und scheinen wie experimentelle Heimatfilme: Themen wie Eifersucht, ein Mord im Bergbauernmilieu oder der Kampf mit der Natur erinnern an dieses Genre ebenso wie der Soundtrack, der mit Versatzstücken von Volksmusik und melodramatischem Filmscore spielt. (Andrea Pollach)
*ANMERKUNG DES REGISSEURS
DieJosefs waren zunächst nur Randfiguren für eine Geschichte. Aber dannwandelten sie sich zu Hauptfiguren und haben sich in der Zeit soverselbständigt, dass aus einem ersten Kurzfilm eine Trilogie -Tascheninhalt und Nasenbluten, Blindgänger und Girls and Cars -geworden ist. Eigentlich habe nicht ich die Geschichten erfunden,sondern meine Charaktere sie mir vorgegebe
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