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PRESSEAUSSENDUNG - Initiative Film TV
Filmförderung in Krisenzeiten? Gerade jetzt!

 

Initiative Film TV fordert Erhöhung der Filmförderung

 2008 ist ein Erfolgsjahr für den österreichischen Film – neben dem herausragendsten Ereignis, dem Oscar für Ruzowitzky’s „Die Fälscher“ gibt es einen sehr erfreulichen  Besucherzuwachs für österreichische Filme im Kino. Im ersten Halbjahr konnte der österreichische Kinofilm seinen Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr auf über fünf Prozent mehr als verdoppeln und die Besucherzahlen der aktuellen Filme („Lets make money“ und „Nordwand“) geben berechtigte Hoffnung auf eine weitere Steigerung des Marktanteils für den heimischen Film.

 

 

Um den positiven Trend weiter zu fördern, ist es notwendig, die längst fällige substantielle und anhaltende Erhöhung der nationalen Filmförderung vorzunehmen.

Die von BM Claudia Schmied bereits durchgeführte Anhebung der Fördermittel für das Budget 2008 wird von den Filmschaffenden zwar begrüßt, stellt aber letztlich einen Tropfen auf den heißen Stein dar. Auch die direkt im BMuKK eingegliederte „innovative“ Filmförderung bedarf dringend zusätzlicher Mittel, nicht zuletzt um die Förderung des Nachwuchses nicht zu gefährden. Es gilt, die Unverwechselbarkeit des österreichischen Films als wesentlichen Träger österreichischer Kultur und Identität zu erhalten.

 

Gerade in einer Zeit der drohenden Wirtschaftskrise ist es wichtig, dass der Staat seine finanziellen Impulse dort setzt, wo die eingesetzten Mittel auch wirtschaftlichen Erfolg versprechen - für den österreichischen Film gilt dies in besonderem Maße.  Über die Umwegrentabilität der eingesetzten Mittel profitieren von einem größeren Produktionsvolumen auch Tourismus und Fremdenverkehr sowie das Finanzministerium. Österreichische Filme sind im europäischen Vergleich überdurchschnittlich erfolgreich, die zur Verfügung stehenden Mittel halten dem europäischen  Vergleich allerdings bis jetzt nicht stand.

 

Die Initiative Film TV fordert daher die Partner der Koalitionsverhandlungen dazu auf, den zahlreichen Versprechen der Parteien nach dem Gewinn des Oscars für Stefan Ruzowitzky endlich Taten folgen zu lassen und  für das Österreichische Filminstitut ein Jahresbudget von zumindest 20 Mio ab 2009 sowie ein Jahresbudget von 5 Mio für die „innovative“ Förderung ins Regierungsprogramm aufzunehmen. In kaum einer anderen Branche wird der "return on investment" – auch durch den hohen Beschäftigungseffekt in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit- so hoch sein wie im österreichischen Film.